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Positionspapier München 1998

Positionspapier Rostock 2000

Tauschringgrundsätze aus TSN

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Hier [37 KB] findet Ihr das Positionspapier München 1998.


Gesellschaftspolitische und ökonomische Anliegen und Wirkungen der deutschen Tauschringe



(Verabschiedet auf dem Bundestreffen der Tauschringe 1998 in München.)

Primäre Ziele der Tauschringe sind die Stärkung und der Erhalt lokaler Strukturen im sozialen und gesellschaftlichen Bereich und im Bereich der lokalen Ökonomie.

Nachbarschaftshilfe - Kommunikation schaffen

-Abbau von Schwellenangst und Misstrauen, Isolation und Anonymität in der
Nachbarschaft
-Austausch zwischen Menschen fördert die Kontakte untereinander
Treffpunkte entstehen
-Kontakte zwischen unterschiedlichen sozialen Gruppen und Altersgruppen

Ökonomische und soziale Selbsthilfe - Selbstbestimmung – Selbstverwaltung

-Versorgung mit Dienstleistungen und Produkten, die man sich mit dem vorhandenem
Einkommen nicht leisten will oder kann
-alle Arbeiten und Entscheidungen erfolgen durch die Mitglieder der Tauschringe selbst



Entfalten des Selbstwertgefühls, der Phantasie und Kreativität

-Eigene Fähigkeiten und Stärken und deren Vielfalt werden entdeckt und gefördert,
vorhandene Ressourcen werden genutzt
-Bei den Fähigkeiten ansetzen, nicht beim „Mangel“ Ermutigung zum aktiven Handeln,
ökonomisch und sozial
-Bieten die Möglichkeit, den Selbstwert nicht ausschließlich über die Erwerbsarbeit zu
definieren

Gleichberechtigung / gegenseitiger Respekt

-Kein Gefälle zwischen Gebenden und Nehmenden (kein schlechtes Gewissen bei
Hilfebedürftigkeit)-Solidar- statt Konkurrenzökonomie
-Fairer, gleichberechtigter Umgang miteinander, gegenseitiger Respekt
sich sowohl der eigenen Fähigkeiten als auch der eigenen Bedürfnisse bewußt werden

Neubewertung von Arbeit und Leben

-Kopf- und Handarbeit, Frauen- und Männerarbeit, angeblich weniger qualifizierte Arbeit
werden neu eingeordnet
-Tauschringe als neue Brücke zwischen bezahlter und ehrenamtlicher Arbeit
Wert der eigenen Fähigkeiten entdecken und für sich und andere nutzbar machen, -
unabhängig z.B. von bestehenden Kriterien des Arbeitsmarktes

Gemeinwesenentwicklung, lokale Ökonomie, Verbesserung der Lebensqualität

-Entwicklung nachhaltigen Wirtschaftens
-Erfüllen sozialer Grundbedürfnisse
-Beitrag zur Entwicklung einer lokalen Agenda 21
-Global denken, lokal handeln
-Ökologie : Ressourcenschonung durch kurze Wege, Müllvermeidung, Wiederverwerten
und gemeinsames Nutzen von Gebrauchsgütern
-Soziale Kompetenz der Gesellschaft erhöhen
-Sinnvolle Arbeit im Gemeinwesen wird durch ein geeignetes Tauschmittel ermöglicht
-Vernetzung von Bewohnern, Projekten und Vereinen auf lokaler Ebene
-Förderung lokaler Strukturen
-Beitrag zur „Standortsicherung“ durch Verbesserung sozialer Strukturen

Bildungsarbeit zum Zusammenhang zwischen Ökonomie und Leben

-Verstehen von Wirkungs- und Funktionsweise des Geldes praktisch erfahrbar machen-Ursachen gegenwärtiger Probleme verstehen, z.B. Arbeitslosigkeit, Umweltstörung,
soziale Ungerechtigkeit, Finanznot

Modellversuche für nachhaltiges Wirtschaften

-Neue Kooperationsbeziehungen zwischen Privatpersonen, Unternehmen und anderen
Organisationen (z.B. der öffentlichen Hand, Vereine) eingehen
-Modellhaftes Lernen im Erfahren von Versuch und Irrtum

Tauschen macht Spaß...